Online Roulette Regeln richtig setzten

Roulette spielen ist absolut einfach und für jeden Spielertyp geeignet. Es gibt jedoch einige Punkte zu beachten um erfolgreich Roulette zu spielen.

Französisches Roulette wird klassisch an Doppeltischen gespielt: In der Mitte eines langen mit grünem Tuch (Tapis) bespannten Tisches ist die Roulettemaschine (Cylindre) in einer Vertiefung eingelassen, links und rechts davon befinden sich die Einsatzfelder (Tableau). Jeder Tisch wird von acht Angestellten des Casinos betreut, der Zylinder befindet sich in der Mitte von vier Croupiers, an den beiden Kopfenden sitzt jeweils ein weiterer Croupier und für jede Tischhälfte ist ein eigener Chef de table zuständig.

Heute wird jedoch vorwiegend an Einfachtischen gespielt, die von vier Croupiers betreut werden: Der Roulette-Zylinder befindet sich an einem Tischende und es gibt nur ein Tableau, das sich in der Mitte des Tisches befindet.

Die Roulettemaschine besteht aus einer in einer Schüssel eingelassenen, drehbaren Scheibe mit 36 abwechselnd roten und schwarzen Nummernfächern, sowie einem 37., grün gekennzeichneten Fach für die Null. Die Roulette-Schüssel oder Cuvette wurde früher aus Ebenholz gefertigt, heute werden jedoch auch vielfach Kunststoffe verwendet.

Mithilfe einer – früher aus Elfenbein gefertigten – Kugel wird die Gewinnzahl ermittelt.

Im Online Casino gibt es natürlich keine Elfbeinkugel und keinen Croupie, hier übernimmt alles die Maschine

Ziel ist es, in jedem einzelnen Spiel (Coup) im vorhinein zu erraten, auf welche Zahl die Kugel fallen wird.

Mit der Aufforderung „Faites vos jeux!“ („Machen Sie Ihr Spiel!“, engl. „Make your bets!“) bittet der Croupier die Spieler um ihre Einsätze. Diese werden mit Jetons geleistet. Entweder legt der Spieler selbst seine Jetons auf das Tableau oder er bittet den Croupier, dies für ihn zu tun und nennt (annonciert) die Zahl oder Zahlengruppe, auf die er setzen möchte.

Die Einsätze müssen zumindest das an jedem Tisch angegebene Minimum betragen und dürfen das je nach Wettart unterschiedliche Maximum nicht überschreiten.

Sind die Einsätze getätigt, setzt der Croupier die Roulette-Scheibe in Bewegung und wirft die Kugel gegen die Drehrichtung in den Zylinder. Nach der Ansage „Rien ne va plus.“ („Nichts geht mehr.“, engl. „No more bets.“) darf nicht mehr gesetzt werden. Sobald die Kugel in einem Nummernfach liegen bleibt, sagt der Croupier die Gewinnzahl, deren Farbe und die weiteren gewinnenden einfachen Chancen (siehe unten) laut an, und zeigt mit seinem Rechen (Rateau) auf die Gewinnzahl.

Zunächst werden die verlierenden Einsätze, die sogenannte Masse, eingezogen; sodann werden alle Chancen, die mit der Gewinnzahl zusammenhängen, ausbezahlt.

Die beliebteste Wettart beim Roulette sind die Wetten auf die einfachen Chancen. Die Nummern 1–36 sind auf drei verschiedene Arten in Zahlengruppen zu je 18 Nummern eingeteilt, diese sind:

  • Rouge (Rot, engl. Red) und Noir (Schwarz, engl. Black),
  • Pair (Gerade, engl. Even) und Impair (Ungerade, engl. Odd), sowie
  • Manque (Niedrig, engl. 1–18) und Passe (Hoch, engl. 19–36).

Im glücklichen Fall erhält man einen 1:1-Gewinn ausbezahlt.

Auszahlung mehrfache Chancen:

  • Plein, engl. Full number: Man setzt auf eine der 37 Zahlen, die Auszahlungsquote beträgt 35 : 1.
  • Cheval, engl. Split: Man setzt auf zwei auf dem Tableau benachbarte Zahlen, z. B. 0/2 oder 13/14 oder 27/30, die Auszahlungsquote beträgt 17 : 1.
  • Transversale pleine, engl. Street: Man setzt auf die drei Zahlen einer Querreihe des Tableaus, also z. B. 19, 20 und 21, die Auszahlungsquote beträgt 11 : 1. Tätigt man den Einsatz nicht selbst und bittet den Croupier, die Jetons zu platzieren, so nennt man bei einer Wette auf eine Zahlengruppe immer die niedrigste und die höchste Nummer. In diesem Beispiel also „Transversale 19–21“.
  • Les trois premiers, engl. First three: Man wettet auf die ersten drei Nummern, d. h. auf 0, 1 und 2; die Auszahlungsquote beträgt wie bei der Transversale pleine 11 : 1.
  • Carré, engl. Corner: Man setzt auf vier auf dem Tableau angrenzende Nummern, z. B. 23/24/26/27. Die entsprechende Annonce lautet „Carré 23–27“; die Auszahlungsquote beträgt 8 : 1.
  • Les quatre premiers, engl. First four: Man setzt auf die ersten vier Zahlen, d. h. auf 0, 1, 2 und 3. Die Auszahlungsquote beträgt wie beim Carré 8 : 1.
  • Transversale simple, engl. Six line: Man setzt auf die sechs Zahlen zweier aufeinanderfolgender Querreihen des Tableaus, z. B. auf die Zahlen 4, 5, 6, 7, 8 und 9. Die entsprechende Annonce lautet „Transversale 4–9“, die Auszahlungsquote beträgt 5 : 1.
  • Douzaines, engl. Dozens: Die Zahlen 1–36 sind in drei Dutzende eingeteilt, die Gewinnquote beträgt jeweils 2 : 1
    • 12P, Premier, engl. First dozen. Erstes Dutzend, die Zahlen 1–12
    • 12M, Milieu, engl. Second dozen. Mittleres Dutzend, die Zahlen 13–24
    • 12D, Dernier, engl. Third dozen: Letztes Dutzend, die Zahlen 25–36
  • Colonnes, engl. Columns: Eine andere Einteilung in drei Gruppen von jeweils 12 Zahlen bilden die Kolonnen, die Gewinnquote beträgt so wie bei den Dutzenden jeweils 2 : 1.
    • Colonne 34: Die erste Kolonne umfasst die Zahlen 1, 4, 7, 10, ..., 34
    • Colonne 35: Die mittlere Kolonne umfasst die Zahlen 2, 5, 8, 11, ..., 35
    • Colonne 36: Die letzte Kolonne umfasst die Zahlen 3, 6, 9, 12, ..., 36.

Fällt die Kugel auf Zéro, d. h. auf die Null,

  • so gewinnen die Einsätze auf die Null bzw. diejenigen, welche die Null in einer Kombination enthalten, d. h. 0/1, 0/2, 0/3, 0/1/2, 0/2/3 und 0/1/2/3,
  • alle anderen mehrfachen Chancen, also Transversalen, Dutzende und Kolonnen verlieren, und
  • die Einsätze auf die einfachen Chancen werden gesperrt, man sagt, sie gehen ins Prison.

Beispiel: Ein Spieler setzt auf Impair, die Kugel fällt auf die Null, der Einsatz wird nun gesperrt. Fällt die Kugel im nächsten Coup auf Impair, so wird der Einsatz wieder frei, der Spieler gewinnt allerdings nichts. Fällt die Kugel dagegen auf Pair, so ist der Einsatz verloren. Sollte wiederum die Null herauskommen, so wird der Einsatz zweifach gesperrt (Double prison): Die Kugel muss nun zweimal in Folge auf Impair treffen. Ein dreifaches Sperren gibt es nicht: Sollte drei Mal in Folge die Null getroffen werden, so verlieren alle doppelt gesperrten Einsätze auf den einfachen Chancen.

Ein Spieler kann anstelle des Sperrens mit den Worten „Partagez la masse, s'il vous plaît“ die Hälfte seines Einsatzes zurückfordern, die andere Hälfte wird eingezogen. Voraussetzung für das Halbieren des Einsatzes ist allerdings, dass sich dieser hinsichtlich des Minimums auch tatsächlich halbieren lässt, dass also die Hälfte ein geradzahliges Vielfaches des Minimums beträgt.

Eine weitere, wenn auch weniger bekannte Option für den Spieler bei Erscheinen der Zéro besteht darin, einen gesperrten Einsatz auf eine andere einfache Chance verlegen zu lassen (z. B. von Impair auf Pair), wobei natürlich dieser Einsatz auf der gewählten Chance dann ebenfalls gesperrt ist.

Durch das Zéro sichert sich das Casino einen Bankvorteil von 1/37 · 1/2 = 1,35 % auf allen Wetten auf einfache Chancen. Da die Gewinnquoten für die Wetten auf den mehrfachen Chancen so berechnet sind, als ob das Zéro nicht vorhanden wäre, d. h. als ob es nur 36 Zahlen gäbe, beträgt der Bankvorteil auf den mehrfachen Chancen 1/37 = 2,70 %. Die Ausschüttungsquote beträgt somit 98,65 % bzw. 97,30 %.

Gewinnt ein Spieler einen Satz auf eine volle Nummer, so ist es üblich, dass er ein Stück mit den Worten „Pour les employés“ dem Tronc (fr. Opferstock), zukommen lässt. Somit verringert sich die Gewinnquote für Einsätze auf Plein von 35 : 1 auf 34 : 1 und der mittlere Verlust des Spielers verdoppelt sich bei dieser Wettart auf 2/37 = 5,40 %.

 

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